Wirtschaftsstabilisierungsfonds

Bundeshilfe zum Schutz von Unternehmen und Arbeitsplätzen

Die Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 stellen die Wirtschaft vor erhebliche Probleme. Renommierte Unternehmen geraten unverschuldet in Liquiditätsengpässe, die Folgen sind Kurzarbeit, der Verlust von Arbeitsplätzen und die Notwendigkeit zur Neuausrichtung von Geschäftsmodellen. Als Initiative dagegen hat die Bundesregierung einen Wirtschaftsstabilisierungsfonds eingerichtet, der zunächst bis Ende 2021 bestehen soll.

Die Bundesregierung beschließt folgende Maßnahmen:

  • Einen Garantierahmen von 400 Milliarden Euro zur Refinanzierung und zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen
  • Eine Kreditermächtigung von 100 Milliarden Euro zur Rekapitalisierung
  • Eine Kreditermächtigung von 100 Milliarden Euro zur Refinanzierung der KfW-Sonderprogramme

Der Fonds ist für folgende Unternehmen gedacht:

  • Unternehmen mit einer Bilanzsumme von mehr als 43 Millionen Euro
  • Unternehmen mit mehr als 249 Arbeitnehmern durchschnittlich im Geschäftsjahr
  • Unternehmen mit mehr als 50 Millionen Euro Umsatz im Geschäftsjahr

Unternehmen, die diese Kriterien nicht erfüllen, jedoch essenziell für die kritische Infrastruktur Deutschlands sind, können gegebenenfalls auch von den geplanten Maßnahmen profitieren. Dies wird im Einzelfall geprüft.

Um vom Maßnahmenpaket der Bundesregierung profitieren zu können, müssen Sie für Ihr Unternehmen einen Antrag beim Bundeswirtschaftsministerium stellen. Ob Sie Unterstützung aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds erhalten, entscheidet das Bundeswirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Bundesfinanzministerium. Dabei spielt insbesondere die Bedeutung Ihres Unternehmens für die deutsche Wirtschaft und den Arbeitsmarkt eine Rolle.